Wie steht der AK zum Bau der Kita, neu Generationenhaus im Dorf?

Der Filmausschnitt vom 14.05.2014, also vor den Kommunalwahlen, zeigt die Position des AK Zukunft Demen zu diesem Projekt.

Argumente die unsere ablehnende Position verändern können hat die WG nicht hervorgebracht. Allein das Zauberwort „Fördermittel“ reicht für die Begründung von Geldverschwendung nicht aus. Die angeblich benötigten 1,2 Mio €, die für die komplette Instandsetzung des Kita Gebäudes behauptet werden, sind erst mal eine wahllos in die Welt gesetzte Zahl. Eine Firma oder Person, die diese Höhe geschätzt hat, konnte oder wollte die Bürgermeisterin nicht benennen. 18 mal weiter geklickt wird statistisch daraus nach der heutigen Mode eine Wahrheit ….eben jenes „postfaktische“

 

Komplettinstandsetzungen von Plattenbauten kosten nach Recherche im Internet pro qm zwischen 200 bis 400 €. Link1 Link 2 -

Der Bau ist 32 Jahre alt, einfache Geometrie, hat Wärmedämmung und Fenster Ende der 90iger neu, Gasheizung ist dann etwa 2005 dazu gekommen. Also wären wohl eher 200€ statt 400€ als Ansatz gerechtfertigt, abgesehen davon, ob eine Generalinstandsetzung an dem 32 Jahre alten Bau gerechtfertigt ist oder nicht. Man denke nur an sein eigenes Häuschen. Für das gesamte Gebäude sind etwa 1200 qm zu veranschlagen. Der Rest ist Mathematik. 1200x200= 240000€. Das ist weniger als der von der Bürgermeisterin angegebene Eigenanteil der Gemeinde für den Bau im Dorf.

 

Fehlende Mütter ist auch der Grund weshalb der Landkreis einen Neubau der Kita im Kita Entwicklungsplan ablehnt. Für den, der das nicht nachvollziehen kann, hier einige Zahlen für Demen gesamt. 

 

 Bevölkerungsentwicklung Gesamt männlich weiblich
2010 1016 546 470
2011 969 523 446
2012 921 483 438
2013 874 455 419
2014 858 466 412
2015 816 424 392
-19,685% -200 -122 -78

 

 

Aktuell wohnen unter 100 Frauen im gebärfähigen Alter von 15-45 in Demen.

Diese haben etwa 25 Kinder, die im Kitaalter sind und jedoch nur zu einem Bruchteil die Kita besuchen. 

Auf die nächsten 15 Jahre fortgeschrieben wird es dann nur noch etwa 13 Kinder im Kitaalter geben.

maximal 5 Jahre in Kita
24,8 wenn alle in Demen bleiben.
  Beim bisherigen Fortzugstrend
19,8 nach 5 Jahre.
15,9 nach 10 Jahren.
12,7 nach 15 Jahren

 

 

Eine Neubaupersprektive ist dies gewiss nicht. Ein Konzept, wie man dem Bevölkerungsschwund entgegen wirkt, gibt es nicht.

 

Im Gegenteil! Unternehmen die Arbeitsplätze vor Ort schaffen können, wirft man die dicksten Balken zwischen die Beine die man finden kann. Familien ziehen in erster Linie der Arbeit nach und nicht einem Kitaneubau. Kitaplätze mit einem starken Träger gibt es auch ohne Neubau.

 

Mit der aktuell gepuschten Debatte wird die Kita in Demen schlecht geredet. Ein wenig viel Drama, „Die Gemeinde ringt um Millionen“, “Die Kita muss schließen“ und „Mütter kämpfen für die neue Kita“. Dabei macht die Gemeinde einfach nicht die notwendigen Instandsetzungen, die sie laut Vereinbarung gegenüber dem Träger zu erbringen hat. Der geforderte Austausch der Elektrik für die zusätzlich benötigten Gruppenräume liegt ein Angebot von ca. 12 000 € vor. Legen wir für die Sanitärinstandsetzung noch mal 18 000 € drauf, dann haben wir für einen Bruchteil der Planungskosten die für den Standort Kita Dorf ohne Finanzierungsabsicherung schon verballert wurden (über 40000€) eine erweiterte akzeptable Kita im Dorf.

 

Das Geld für die Instandhaltung hat die Gemeinde in der Vergangenheit über Umlagen schon erhalten. Ein Träger der für die vorhandene Kita seine Zulassung hat, kann auf die Idee kommen „Wenn ihr jetzt nichts tut haben wir auch keinen Bock mehr“ Wenn Mütter „kämpfen“, dann sollten sie in der Gemeindeversammlung mit Ihrer Kita kämpfen. Ihr Kind wird jetzt betreut und nicht in irgendeiner Traumzeit .

 

Eine leer stehendes Gebäude ohne Planungshintergrund die eine Nutzung ermöglicht und mit einem angeblichen Sanierungsaufwand von 1,2 Mio ist nicht nur unverkäuflich, es ist unverschenkbar. Man müsste noch ein paar 100 000 € dazulegen.

Also bleibt logischer weise nur der Abriss. Auch so um die 100 bis 120 TEU Kosten.

Also Gemeindevertretung, macht eure Arbeit und kümmert Euch um die Kita mit Stromleitung und Toilette. Baut nicht Pyramiden wie die ägyptischen Herrscher, die stehen irgendwann leer rum.

Der ASB Schwerin soll Kitaträger werden! 

Die Gemeinde Demen ist in der Klemme, da Erzieher in Demen fehlen und der ASB sie in Dabel übrig hat. Da kann etwas gehen. Generell ist gegen die Übergabe an einen Träger nichts zu sagen. Fachpersonal ist wohl der Schatz, den solche Träger mitbringen können, dass es billiger wird, würde der Erfahrung hunderter Kommunen widersprechen. Aber was soll's, der erste Fakt ist ja auch schon ein möglicher Gewinn.

Und noch eine Besonderheit: Die GV war sich im wesentlichen einig. Unser Abgeordneter Herr Einbeck wurde von der GV beauftragt,  sich im Rahmen seiner beruflichen Tätigkeit um einen Kontakt zu einer mit Trägerwechseln erfahrenen Amtsleiterin zu bemühen. Sie steht für die Bürgermeisterin und Vertretern des Sozialausschusses für ein Gespräch über finanzielle und qualitative Auswirkungen zur Verfügung. Frau Sprenger hat das aber wohl anders verstanden und ist wieder mal allein nach vorn geprescht und benötigt den Termin nicht. Den Termin in Sternberg werden nun allein die Vertreter der Opposition wahrnehmen. Schade eigentlich, wäre mal die Chance gewesen etwas zusammen durchzuziehen.

Ansonsten sehen wir den weiteren Verhandlungen entgegen und am Ende wird dann entgültig entschieden.